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Irkutsker Verkehrschaos |
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|  Rot=Stau Ich bin weder in L.A., noch in Bangkok oder Mexiko City, auch nicht in London und schon gar nicht in Mumbai. Ich bin in Irkutsk und das liegt bekanntlich in den gigantischen weiten Sibiriens. Die Stadt ist gut so gross wie Zürich, kann aber ohne schlechtes Gewissen damit prahlen, ein Verkehrproblem wie die grössten Weltmetropolen zu haben. Morgens in der Rushhour, in Irkutsk so zwischen 8h und 10h, sind die Hauptverkehrsachsen, die Baikalskaja, sowie auch die Brücken über den Fluss Angara hoffnungslos verstopf. Da geht gar nichts mehr. Die Autos, Busse und Marschrutkis stehen still und verpuffen literweise Abgase. Den Motor stellt hier sowieso niemand ab. Für die Strecke von meiner Unterkunft zur Uni, die man ohne Stau in 10 Minuten schafft, hatte ich gestern eine satte Stunde. Busspuren gibt es hier eben leider (noch) nicht. Ein Velo oder ein Roller wäre doch eine wunderbare Alternative um sich durch den Verkehr zu schlängeln, im Winter bei –25 Grad und glatten Strassen scheint aber auch diese Idee nicht wirklich das Ei des Kolumbus zu sein.
Das Problem liegt hauptsächlich daran, dass der Verkehr in den letzten Jahren sprungartig zugenommen hat und die Strassen das riesige Verkehrsaufkommen einfach nicht mehr schlucken können. Autofahren ist schick und man leistet sich, meistens auf Pump, einen Wagen. Russische Autos sind allerdings alles andere als gefragt und die grosse Menge fährt inzwischen japanische, rechtsgesteuerte Karossen die direkt aus Wladiwostok „angefahren“ werden. Irgendwie scheinen die Ladas und Wolgas langsam aber sicher von Russlands Strassen zu verschwinden.
Die Stadt unternimmt allerdings einiges, um das Chaos auf den Strassen einzudämmen. Neue Brücken werden gebaut und Hauptverkehrswege gnadenlos verbreitet. Das Tempo dafür kann aber nie und nimmer mit der Entwicklung des Verkehrs mithalten. So mach ich mich eben auf eine stauintensive Zeit gefasst.
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