Sep
02
2009
Meine ersten Lektionen als Lehrer Drucken E-Mail

Die Linguistische Universität im Winter
Die Linguistische Universität im Winter
Da sind sie nun also vorbei, meine ersten Lektionen an der Linguistischen Universität in Irkutsk. Es lief eigentlich ganz gut aber ich musste definitiv feststellen, dass unterrichten ziemlich anstrengend ist. Da ich ja noch nie Lektionen gegeben habe, fällt die Vorbereitungszeit dafür ziemlich üppig aus. Zumindest anfangs wird mich das doch sehr intensiv beschäftigen, Routine wird es aber auch in diesem Bereich geben und ich bin vorsichtig optimistisch, dass sich das dann alles in einem guten Rhythmus einpendeln wird.

Die Deutschlektion hielt ich vor 15 Studenten (hauptsächlich Studentinnen...) die wirklich absolut kein Deutsch sprechen. Da aber alle Englisch verstehen, habe ich wohl insgesamt mehr Englisch als Deutsch gesprochen aber Hauptsache man versteht sich...eine Lektionen hier dauert übrigens 90 Minuten. Nachmittags folgte dann die Tourismuslektion auf Englisch vor 50 Studenten! War eigentlich eher eine Vorlesung. Auch hier ist der weibliche Anteil überdurchschnittlich gross...was mich natürlich nicht im Geringsten stört. Ich musste feststellen, dass eine Studentin gar kein Englisch spricht. Für mich ein Rätsel wie die dann die Prüfung ablegen soll (die ich dann verfassen sollte)....gemäss der Dekanin (meine Chefin) ist das aber prinzipiell ihr eigenes Problem. Basta.

Die Lektionen liefen wie schon erwähnt eigentlich ganz vernünftig, ich schlug mich aber heute auch mit anderen, nicht zu unterschätzenden Problemen herum wie....wie lese ich den Stundenplan (kompliziert und sehr russisch), wo kann ich meine Unterlagen ohne selbst zu bezahlen kopieren, wie/wo finde ich die Klassenzimmer und vor allem...wie reinige ich eine Wandtafel ohne Lappen und Wasser? Ich sah dann zur Erheiterung der Studentinnen gegen Ende der Lektionen eher wie ein Maler als ein Lehrer aus (und die Tafel war immer noch schmutzig!) aber wenn auch das zum gelingen der Stunde beiträgt... na dann eben.

Kommentare (5)

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@Lang Junior
Yes Martin, ich habe die Daumen gedrück und bin sogar mitten in der Nacht aufgestanden und das Spiel im Liveticker mitzuverfolgen....wunderbar, dass die Jungs es geschafft haben. War aber schon ein ziemliches gezittere
Irkutsk , 15. Oktober 2009, 01:57
heute musst du Daumen drücken
Hallo Oli
vor kurzem sprachen wir noch vom Altweibersommer und nun bereits von der sibirischen Kälte. Vor dem entscheidenden Spiel gegen Israel hat sich die Schweiz abgekühlt, doch wir sind doch guter Dinge, dass sich heute um 22.00 Uhr die ganze Schweiz über eine WM-Teilnahme erfreuen kann. Machs guät und heute Daumen drücken.
Lang Junior , 14. Oktober 2009, 06:35
japanische karossen
privet brat, interessante blogs. falls du mal einen japanischen scooter brauchst um den stau der japanischen karossen elegant zu umfahren, melde dich und ich bringe einen zur faehre nach vladivostok. viel spass mit den studentInnen ;)
frank-san , 10. September 2009, 11:21
...
da ja wilma heute gerade ein english brush-up genossen hat, könnten wir sie als assistentin an der uni irkutsk anstellen lassen; zum tafel putzen müsste es doch personal geben? deinen ersten artikel haben wir mit interesse und grossem vergnügen gelesen, mach weiter so, nur so erhältst du mal die ehrendoktorwürde! so long
PS heute hat es im tagi einen abschiedsbrief des russlandkorr. david nauer (sehr gut) grüess m&p
staubli senior , 03. September 2009, 14:46
...
Oli privet!!!

Das toent ja richtig spannend und reizvoll, was du deinen Studentinnen so erzaehlst....Hoffe hast dich gut eingelebt und an wodka und banja mangelt es nicht. Hoffe sehr, dass ich dich einmal besuchen kommen kann. Poka, Andrej
Andrej (aus Piter) , 02. September 2009, 13:39

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