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Meine ersten Lektionen als Lehrer |
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|  Die Linguistische Universität im Winter Da sind sie nun also vorbei, meine ersten Lektionen an der Linguistischen Universität in Irkutsk. Es lief eigentlich ganz gut aber ich musste definitiv feststellen, dass unterrichten ziemlich anstrengend ist. Da ich ja noch nie Lektionen gegeben habe, fällt die Vorbereitungszeit dafür ziemlich üppig aus. Zumindest anfangs wird mich das doch sehr intensiv beschäftigen, Routine wird es aber auch in diesem Bereich geben und ich bin vorsichtig optimistisch, dass sich das dann alles in einem guten Rhythmus einpendeln wird.
Die Deutschlektion hielt ich vor 15 Studenten (hauptsächlich Studentinnen...) die wirklich absolut kein Deutsch sprechen. Da aber alle Englisch verstehen, habe ich wohl insgesamt mehr Englisch als Deutsch gesprochen aber Hauptsache man versteht sich...eine Lektionen hier dauert übrigens 90 Minuten. Nachmittags folgte dann die Tourismuslektion auf Englisch vor 50 Studenten! War eigentlich eher eine Vorlesung. Auch hier ist der weibliche Anteil überdurchschnittlich gross...was mich natürlich nicht im Geringsten stört. Ich musste feststellen, dass eine Studentin gar kein Englisch spricht. Für mich ein Rätsel wie die dann die Prüfung ablegen soll (die ich dann verfassen sollte)....gemäss der Dekanin (meine Chefin) ist das aber prinzipiell ihr eigenes Problem. Basta.
Die Lektionen liefen wie schon erwähnt eigentlich ganz vernünftig, ich schlug mich aber heute auch mit anderen, nicht zu unterschätzenden Problemen herum wie....wie lese ich den Stundenplan (kompliziert und sehr russisch), wo kann ich meine Unterlagen ohne selbst zu bezahlen kopieren, wie/wo finde ich die Klassenzimmer und vor allem...wie reinige ich eine Wandtafel ohne Lappen und Wasser? Ich sah dann zur Erheiterung der Studentinnen gegen Ende der Lektionen eher wie ein Maler als ein Lehrer aus (und die Tafel war immer noch schmutzig!) aber wenn auch das zum gelingen der Stunde beiträgt... na dann eben.
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