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Der Tag des Sieges – eine grosse Sache |
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|  Randvoller Kirow-Platz Der 9. Mai ist einer der wichtigsten Feiertage in Russland, das konnte man definitiv heute feststellen. Gefeiert wird an diesem Tag (День Победы, Den Pobedy) der Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg über Nazi-Deutschland. Die grösste Militärparade findet natürlich in Moskau statt aber auch in allen anderen Städten Russland wird diesem Tag gebührend mit Paraden und anderen Aktivitäten gedacht, so auch in Irkutsk. Wie wichtig der Tag hier ist, konnte man die gesamte letzte Woche täglich feststellen. Die Stadt wurde intensiv sauber gemacht, öffentliche Gebäude mit riesigen Bannern dekoriert, fast alle Geschäfte schmückten ihre Schaufenster mit Plakaten und anderem patriotischen Kram und Autofahrer banden das typische schwarz-orange Band (zum Zeichen der Anteilnahme) an ihre Antennen oder zerbeulten Stossstangen. Fersenstationen zeigen schon seit Woche Bilder und Dokumentationen über den Zweiten Weltkrieg, Zeitungen bringen seitenweise Homestorys über sowjetische Kriegsveteranen und Radiostationen spielen pausenlos alte, sowjetische Kriegslieder. Der Tag ist wichtig hier, ohne Zweifel. In diesem Jahr natürlich besonders, da das nun genau schon 65 Jahre her ist. Nirgendwo anders wird dieser Tag so zelebriert wie in Russland.
In Irkutsk findet normalerweise die Parade um 10 Uhr Lokalzeit statt. Das es in diesem Jahr ein Jubiläum zu feiern gab, wurde das leicht angepasst und in ganz Russland begannen die Festivitäten um 10h Moskauer Zeit. Also um 15h in Irkutsk. So bin ich zusammen mit einen Kumpel aus den USA ins Stadtzentrum gepilgert um das ganze mal mitzuerleben. Schon die Fahrt mit dem Trolleybus liess erahnen, dass auch andere Leute die gleiche Idee hatten. Vollgesstopft wie in Tokio’s Rushhour, klapperte und ächzte der Bus Richtung Ziel in der Stadtmitte. Durchgeschwitzt und etwas platter also sonst, nahmen wir dann die letzten Meter zum Kirow-Platz zu Fuss in Angriff. Und tatsächlich, der Platz war zum Bersten voll und es herrschte ein wildes, leicht chaotisches Treiben. Musikanten spielten Sowjetlieder, fesche Tänzerinnen bewegten sich zu lüpfigen Volksklängen und Kinder liessen sich mit Pseudo-Kriegsveteranen fotografieren. Etwas schwierig bei diesem Menschenauflauf einen guten Platz zu finden, da uns auch nicht ganz klar war, wo genau die Parade durchführen würde. Als um 15h dann das ganze los ging, konnten wir zwar nicht oder fast nichts sehen, wir hörten aber immerhin Medwedews Stimme, dessen Rede in Moskau auch in Irkutsk auf dem ganzen Platz zu hören war. Über mehr Details des Militärumzugs kann ich leider nicht berichten, das habe ich optisch einfach zu wenig mitgekriegt. Das ganze drum und dran war aber schon ziemlich interessant und der Tag wird weiter in der ganzen Stadt mit unterschiedlichsten Aktivitäten gefeiert. Um 22:30h soll dann sogar ein Feuerwerk statt finden...schaumer mal!
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