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Der Omul - was für ein leckerer Fisch |
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|  Bald gehts in die Pfanne! Der wichtigste, bekannteste und meistgefangene Speisefisch des Baikalsees ist der Omul oder Baikal Omul (Омуль байкальский). Er soll seinerzeit vom Polarmeer in den Baikalsee gelangt sein. Der lachsartige Omul zähl zur Familie der Forellenfische und kommt heutzutage weltweit nur im Baikal und einigen angeschlossenen Gewässern vor. Seit Jahrtausenden hat er die Gewohnheit beibehalten, zum Laichen aus seinem eigentlichen Lebensraum Flussläufe hinaufzuschwimmen.
Der Omul, der sich von Plankton und kleineren Tieren ernährt, wächst langsam. Erst nach 7-8 Jahren wird er fortpflanzungsfähig, weshalb es sehr wichtig ist, dass nur die grossen Fische (ab 30 cm) befischt werden. Da viele Menschen am Baikal jedoch auf die Einkünfte aus dem Fischfang angewiesen sind, werden diese Verbote häufig missachtet. So ist die durchschnittliche Grösse gefangenen Omuls im Lauf des 20. Jh. deutlich zurückgegangen. Geschadet hat dem Omul lange auch die Holzflösserei, die seine Laichgebiete zerstörte. Von 1969-75 war der Omul-Fang sogar komplett verboten, damit sich der Bestand erholen konnte. Man versucht ihn ausserdem zu stabilisieren, indem Larven in Zuchtbetrieben herangezogen und erst ausgesetzt werden, wenn sie nicht mehr so vielen Feinden zum Opfer fallen können (als kleine Jungfischchen werden sie sogar von ihren eigenen Eltern gefressen – purer Familienkannibalismus!)
Zubereitet wird der Omul auf die verschiedensten Weisen. Einheimische kochen meist Fischsuppe damit oder braten ihn. Aufwendiger ist es, ihn zu räuchern, wobei zwischen kaltgeräuchertem und heissgeräuchertem Omul unterschieden wird. Ersterer ist stärker gesalzen und länger haltbar. Um ihn wirklich lange zu konservieren, wird er roh eingesalzen oder gesalzen und getrocknet und dann auch so gegessen, gern als Beilage zum Bier. Als Delikatesse gilt übrigens der Omulkaviar. Auf welche Art auch immer, der Omul schmeckt äusserst lecker!
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