Dec
10
2009
Hungriger Baikal – neun Autos krachten letztes Wochenende durchs Eis Drucken E-Mail

Das ging schief
Das ging schief
Gewarnt werden die Autofahrer hinreichend und man müsste meinen, die Leute haben hier genügend Erfahrung mit der Eisdicke und den Gefahren das gefrorenen Baikalsees. Dennoch gibt es immer wieder viele törichte Fahrzeuglenker, die ihre meist japanischen, teilweise getunten Gefährte, auf dem Baikal spazieren fahren, rumsliden oder einfach die Pferdestärken spielen lassen. Vor allem jetzt, in der Zeit in der der See noch längst nicht komplett zugefroren ist, kann dies ein ziemlich riskantes Abenteuer sein. So wie es Beispiele vom letzten Wochenende zeigen...

Auf dem gefrorenen Baikalsee gibt es nämlich viele Stellen mit Packeis, Spalten und dünnem Eis (heisse Quellen unter Wasser), die für Autofahrer ziemlich gefährlich sind und zum erbarmungslosen Verhängnis werden können. So sollte man immer nur zusammen mit sehr erfahrenen, einheimischen Lenkern das Eis befahren. Es gibt auch Inspektoren, die täglich die Eisdicke messen und dann gewissen Strecken freigeben oder sperren und auf Eiskarten die Werte und Empfehlungen einzeichnen. Diese Karten werden dann auf verschiedenen Webseiten publiziert. Eine offizielle geprüfte Eisstrasse gibt es zum Beispiele zur Insel Olchon. Sie wird normalerweise für Autos und Lastwagen ab einer Eisdicke von 70 cm im Januar freigegeben. So dick ist aber momentan das Eis noch nicht, das hält aber viele Leute nicht davon ab, trotzdem den zugefrorenen See zu befahren. Und so endet der Sonntagsausflug eben wie letztes Wochenende, als gleich neun Autos einbrachen. Es kam niemand um und die Insassen konnten sich alle retten. So glimpflich gehen die Geschichten aber leider nicht immer aus.

Kommentare (0)

RSS feed Kommentare

Kommentar schreiben

kleiner | grösser

busy

 

Videos

Video ansehen
Juri Gagarin
Bewertet 3
Viewed 143 mal
0:03:22