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In einem Irkutsker Schwimmbad |
|  Das Schwimmbad Kristall Gestern bin ich schwimmen gegangen. Da dies in den zugefrorenen Gewässern in und um Irkutsk natürlich noch nicht möglich ist, bin ich zusammen mit einer Kollegin und ihrem Sohn ins Schwimmbad Kristall in Irkutsk II gegangen. Irkutsk II (ein sehr origineller Name) gehört zwar auch zum Stadtgebiet von Irkutsk, ist aber prinzipiell ein typischer Vorort und liegt rund 25 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Dort gibt es viele Wohnblocks à la Chruschtschow und in der Nähe des Schwimmbads konnte man auch einige Stalin-Häuser sehen. Nicht wirklich sehr idyllisch alles aber das sind ja Vororte eigentlich ohnehin selten.
Sie sind wir dann also ins Schwimmbad Kristall gepilgert, das von aussen nicht unbedingt so aussieht. Zuerst musste ich mir mal eine Badekappe kaufen, da dies vorgeschrieben ist. Eine andere, etwas aussergewöhnliche Tatsache ist auch, dass der Zutritt nur mit einem ärztlichen Zeugnis möglich ist. So ging ich also zur Schwimmbadärztin und mir noch dieses Zeugnis zu holen. Da meine Kollegin diese Ärztin gut kennt, wurde mir die Untersuchung zum Glück erspart und ich erhielt ohne Weiteres gleich bis Ende Mai das ärztliche Attest. Interessant zu erfahren war auch, dass man das Schwimmbad nicht einfach nach Lust und Laune benützen kann, sondern sich an Blockzeiten halten muss. Wir haben uns ein Ticket (Preis RUB 100, ca. CHF 3.30) für die Zeitspanne von 17:15h-18:15h gekauft. Länger am Stück zu baden ist in diesem Schwimmbad nicht möglich. So warteten wir zusammen mit vielen anderen in der Eingangshalle des Schwimmbads bis die Sirene genau um 17:15h losdröhnte und wir uns dann umziehen durften. Endlich konnte die Schwimmerei also losgehen.
Das Schwimmbad sieht trotz seines bestimmt schon hohen Alters von innen sehr ordentlich und sauber aus. Es gibt ein 25 Meter Becken mit acht Schwimmbahnen und die Wasserqualität scheint gut zu sein. Vermutlich wird etwas mehr Chlor eingesetzt als bei uns aber damit kann mal leben. So badeten, schwammen und plantschen wir also frisch vergnügt bis genau um 18:15h die schrille Sirene durch die Schwimmhalle schallte. Zeit für alle also das Bad schleunigst zu verlassen und sich wieder umzuziehen. So läuft das, im Schwimmbad Kristall in Irkutsk II!
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Ein Wochenende in Ulan-Ude |
|  Der grösste Lenin-Kopf der Welt Letztes Wochenende konnte ich mich einer kleineren Gruppe aus Deutschland anschliessen und einen Kurztrip nach Ulan-Ude mitmachen. Ulan-Ude, die Hauptstadt der Republik Burjatien (350'000 Einwohner) ist eine durchaus interessante Grossstadt. Im Vergleich zu Irkutsk wirkt sie aber bedeutend ruhiger und auch provinzieller. Hektik scheint es hier nicht zu geben und die Strassen sind auch nicht so verstopft wie in Irkutsk. Auffallend ist natürlich der hohe Anteil der burjatischen Bewohner. Die mongolisch geprägte Bevölkerungsgruppe soll heute rund 40% der Einwohnerzahl ausmachen.
Die Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt ist die Fussgängerzone ul. Lenina, das eindrückliche Lenin-Denkmal, das Opernhaus (der Stolz der Stadt) sowie natürlich auch die vielen, traditionellen Holzhäuser. Viele Touristen besuchen die Stadt an der Transsib-Linie aber vor allem auch wegen dem Kloster Iwolginski Datsan. Das Kloster ist die grösste buddhistische Anlage in Russland und liegt rund 40 km ausserhalb von Ulan-Ude, in flacher Steppenlandschaft und vor der Kulisse des Chamar-Daban-Gebirges. Am Kloster gibt es auch eine buddhistische Universität mir rund 100 Studierenden. Ein anderes wichtiges Tätigkeitsfeld des Klosters ist die tibetische Medizin.
Lohnenswert ist auch ein Besuch eines der altgläubigen Dörfer in der Umgebung von Ulan-Ude. Die herrlichen, wunderbar gepflegten Dörfchen scheinen wie aus dem Bilderbuch zu stammen. Wir wurden beim Besuch auf jeden Fall von den herzlichen Damen in traditioneller Kleidung mit Köstlichkeiten nur so eingedeckt und es durfte wunderbar geschlemmt und den schönen, traditionellen Lieder zugehört werden.
Ich habe einen kleinen Videoclip über dieses Weekend gemacht und auch diverse Fotos raufgeladen. Check it out!
--> Videoclip --> Fotos
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 Es gibt noch was zu tun Einen interessanten Beitrag fand ich auf dem Russland-Blog der Heinrich Böll Stiftung von Jens Siegert. Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, wo das Land steht und wann andere schon dort waren, wo es hin will. In Russland wird immer wieder mit grossen Worten über die Modernisierung des Staates gesprochen. Es gibt also noch viele Herausforderungen für das riesige Land zu meistern. Und es gibt auch noch eine ganze Menge Arbeit für die Herren Putin, Medwedew und alle anderen.
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BIP in Mrd. US-$
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BIP pro Einwohner in US-$
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Produktivität
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Säuglings-sterblichkeit (pro 1.000 Neugeburten)
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Durchschnittliche Lebenserwartung
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Russland 2008
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1607,8
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11232
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22,7
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8,5
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67,9
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Dazu im Vergleich die Jahre, in denen die USA, Japan und Deutschland (bis 1991 BRD) das heutige russische Niveau erreicht haben
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USA
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1942
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1941
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1934
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1992
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1949
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Japan
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1970
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1966
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1966
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1978
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1960
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Deutschland (bis 1991 BRD)
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1969
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1954
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1953
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1986
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1958
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Quelle: Vortrag von Alexander Dynkin, Direktor der Instituts für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen der Russischen Akademie der Wissenschaften (IMEMO) bei einem Vortrag im Institut für Moderne Entwicklungen in Mosku am 10.2.2010
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